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Heizölpreise-Trend: Heizölpreise zum Wochenausklang mit Aufwärtstrend (14.12.2018)

Brentölpreis bleibt über der Marke von 61 USD/Barrel - Euro hält sich knapp über der Marke von 1,13 - Heizölpreise steigend ins Wochenende

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen am Donnerstagabend gegenüber dem Schlussstand vom Vortag mit einem Minus von 2,1 % - konkret stand der Heizölpreis bei 71,44 Euro/100 L und liegt damit wieder klar unter der Heizölpreismarke von 72 Euro/100 L.

Bei der konkreten Heizölpreisbewertung ist unbedingt zu beachten, dass es erhebliche Unterschiede bei den regionalen Heizölpreisen gibt. Hauptursache dafür ist, dass neben den unten dargestellten Einflussfaktoren (Rohölpreis und Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar) zusätzlich noch die Frachten (per Schiff, per Lkw oder per Schiene) einen Einfluss auf die aktuellen regionalen Heizölpreise haben.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 10,6 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Donnerstag und dem aktuellen Stand der Börsen am Freitagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: steigend!

 

Bereich Schlusskurs
12.12.2018
Schlusskurs
13.12.2018
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
14.12.2018
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.
72,98 71,44

- 2,1 %

Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
60,15 61,45 + 2,2 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1374 1,1357 - 0,1 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Donnerstag und dem heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Februar 2019 schloss am Donnerstagabend mit einem starken Plus um 2,2 % bei 61,45 USD/Barrel - damit konnte der Brentölpreis wieder die Ölpreismarke von 61 USD/Barrel klar überspringen. Es bleibt abzuwarten, ob mit der beschlossenen Ölfördersenkung der Opec+-Staaten für 2019 wirklich wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erreicht werden kann. Entscheidend wird sein, wie sich die US-Rohölförderung in 2019 entwickeln wird, da diese Fördergröße seit 2 Jahren das entscheidende Regulativ im Ölmarkt ist und die Opec dadurch nur noch einen begrenzten Einfluss auf die Ölpreispolitik besitzt.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 8,1 % gefallen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Freitag gibt der Ölpreis bei einem impulslosen Handel um 0,5 % nach und steht aktuell bei 61,15 USD/Barrel.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss am Donnerstagabend um 0,1 % schwächer bei 1,1374, und bleibt aber weiter klar unter der Marke von 1,14. Im Ergebnis der EZB-Ratssitzung am gestrigen Tag wird die EZB ihre Anleihekäufe zum Jahresende auslaufen lassen. Da die EZB jedoch die Konjunkturentwicklung in der Eurozone für 2019 kritisch sieht, wird die lockere Geldpolitik auch im Jahr 2019 fortgeführt.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 5,5 % reduziert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Freitag zeigt sich der Euro 0,5 % schwächer - aktuell steht er bei 1,1308. Die Fortführung der lockeren Geldpolitik und damit verbunden eine weitere Nullzinspolitik durch die EZB belastet heute den Euro. Damit dürfte der US-Dollar weiter eine interessantere Geldanlage für die Finanzanleger in 2019 bleiben.

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