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Heizölpreise-Trend: Heizölpreise seitwärts zur Wochenmitte (23.10.2019)

Unerwarteter Anstieg der US-Öllagerbestände hält heute Brentölpreis unter Druck - Chaos beim Brexit belastet den Euro weiter - Heizölpreise heute im seitwärts

Heizölpreise: Der bundesdurchschnittliche Heizölpreis für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schloss am Dienstagabend mit einem leichten Plus von 0,2 % - konkret lag der Heizölpreis zum Tagesschluss bei 69,91 Euro/100 L - damit konnte der Heizölpreis seinen Stand unter der Preismarke von 70 €/100L knapp halten.

 

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2019 sind die Heizölpreise aktuell um 5,5 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Dienstag und dem aktuellen Stand der Börsen am Mittwochvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: seitwärts!

 

Bereich Schlusskurs
21.10.2019
Schlusskurs
22.10.2019
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
23.10.2019
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.
69,81 69,91

+ 0,2 %

Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
58,96 59,70 + 1,3 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1149 1,1131 - 0,2 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Vortag und dem heutigen Morgen herangezogen werden:

1. Ölpreise: Am Dienstagabend schloss der Brentölpreis mit einem Plus von 1,3 % bei 59,70 USD/Barrel. Hauptursache für den Ölpreisanstieg am gestrigen Tag waren Insiderinformationen, wonach die Opec+-Mitglieder bei Ihrer Zusammenkunft im November darüber beraten wollen, die Ölförderhöhe weiter zu kürzen. Hintergrund für diese mögliche Entscheidung ist, dass alle Fachinstitutionen bereits für 2020 Ihre Ölprognosen reduziert haben. Dieses aktuelle Szenario stützte gestern die Ölpreise.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 11,0 % gestiegen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Mittwoch geben die Ölpreise um 0,3 % nach - aktuell steht der Brentölpreis bei 59,49 USD/Barrel. Hauptgrund für den heutigen Ölpreisrückgang sind die aktuellen API-Öllagerbestandsdaten, die gestern Abend für die letzte Woche veröffentlicht wurden. Demnach nach sind die Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 4,5 Mio. Barrel gestiegen - die Prognosen lagen nur bei einem Anstieg von 2,9 Mio. Barrel. Es bleibt abzuwarten, wie heute Nachmittag die offiziellen US-Öllagerbestandsdaten ausfallen.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro ist am Dienstagabend mit einem leichten Minus von 0,2 % aus dem Handel gegangen und stand am Tagesende bei 1,1131 - damit bleibt der Euro weiter über der Marke von 1,11. Die unendliche Geschichte des Brexits geht weiter.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 2,9 % verringert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Mittwoch hat sich der Euro kaum verändert - aktuell steht er bei 1,1126. Das vorherrschende Chaos in Großbritannien zwischen dem Premierminister Boris Johnson und dem britischen Parlament bleib auch zur Wochenmitte erhalten und verunsichert die Finanzmärkte weiter. Aktuell sieht es so aus, dass Großbritannien voraussichtlich seinen Austritt erneut verschieben muss - in Richtung Frühjahr 2020.

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