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Bergmüller Energie & Service GmbH Erlangen

Absatz emissionsarmer Erdgasheizungen steigt (07.03.2019)

2018 waren drei von vier neu installierten Heizungen Erdgassysteme

Auch im Jahr 2018 konnte ERDGAS seine Stellung als gefragteste Heizenergie in Deutschland behaupten. Über 75 Prozent der Modernisierer und Bauherren setzten bei der Wahl eines neuen Heizgeräts auf Gastechnologien, wie aktuelle Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) belegen.

732.000 Wärmeerzeuger wurden 2018 in Deutschland abgesetzt. Drei von vier Geräten entfielen dabei auf neue Gasheizsysteme. Die beliebteste Heizung war mit über 67 Prozent der neu installierten Geräte auch im letzten Jahr wieder die Gasbrennwerttechnik. Sie verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4 Prozent und erreichte so ein neues Rekordhoch. 

Effiziente Gasheizungen mit Brennwerttechnik bieten deutliche Klima- und Kostenvorteile. Durch ihren hohen Wirkungsgrad lassen sich Energieverbrauch und Heizkosten merklich senken, im Vergleich zu alten Ölheizgeräten um bis zu 33 Prozent. Die Technologie nutzt die Kondensationswärme des Abgases auch für die Wärmeerzeugung, wodurch Brennstoffnutzungsgrade von rund 108 Prozent erreicht werden. Der niedrigere Energieverbrauch reduziert außerdem den CO2-Ausstoß um etwa ein Drittel. Langfristig ist sogar klimaneutrales Heizen möglich, da Gas durch Biomethan, synthetisches ERDGAS und Wasserstoff selbst immer grüner wird. Diese effiziente Technologie ist aber noch nicht flächendeckend eingeführt: Aktuell laufen in Deutschland insgesamt etwa 44 Prozent der Gas- und nur 12 Prozent der Ölheizungen mit Brennwerttechnik.

"Beim Thema Klimaschutz stehen Energieerzeugung und Verkehr häufig im Fokus. Dabei besteht auch im Wärmemarkt dringender Handlungsbedarf", erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS. "Millionen ineffizienter Heizungen blasen in Deutschland aktuell unnötig viel CO2 in die Luft. Ein Wechsel zu gasbetriebenen Brennwertgeräten kann die Emissionen des Sektors drastisch senken – und zwar zu sozial verträglichen Preisen."

Die derzeit effizienteste verfügbare Art der Wärmeerzeugung ist die stromerzeugende Brennstoffzellenheizung. Mit ihr hat die Branche ein High-Tech-Produkt auf den Markt gebracht, das den CO2-Ausstoß maßgeblich reduzieren kann. Gleichzeitig bietet sie gegenüber anderen Heiztechnologien die geringsten Energiekosten. Knapp 3.500 Brennstoffzellengeräte wurden 2018 bundesweit auch dank des Technologieeinführungsprogramms installiert. Zunehmend betrieben mit Wasserstoff ebnet die Technik zudem den Weg in die Welt des grünen Gases. 

Kehler: "Die Zahlen zeigen einen klaren Positivtrend bei Gasheizungen. Damit ist der erste Schritt in Richtung Wärmewende gemacht. Die Zuwächse sind aber in erster Linie auf den Neubau zurückzuführen, der Bestand altert weiter. Dabei bedarf der Markt dringend einer Frischzellenkur in Form eines breitflächigen Heizungstauschs. Diese kann nur von allen Akteuren gemeinsam verabreicht werden. Die Politik sollte ihren Teil dazu beitragen und den klimaschonenden Effekt des Heizungstauschs durch eine verlängerte Förderung weiter belohnen."

Quelle: Zukunft ERDGAS e. V.

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